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© Diözese Eisenstadt/Gerald Gossmann

Mittwoch, 9. September 2015

Burgenländische Arbeiterwallfahrt: "Unterwegssein im Glauben"

Burgenländische Arbeiterwallfahrt mit Eisenstadts Diözesanbischof unter dem Motto "Unterwegs im Glauben", der die "Geleise der Hilfsbereitschaft, des Miteinanders und Tiefgangs" brauche – Bischof Zsifkovics: "Martinsdiözese bereit zur Aufnahme von Flüchtlingen" 

Eisenstadt - "Als Martinsdiözese sind wir mehr als andere gefordert, die Geleise der Hilfsbereitschaft als Zeichen für ein Unterwegssein im Glauben anzunehmen. Wir sind bereit zum Teilen und zur Aufnahme von Flüchtlingen in unseren Pfarren": Das unterstrich Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics am Sonntag auf der 63. Burgenländischen Arbeiterwallfahrt, im Zuge dessen sich mehr als 600 Menschen aus 83 Pfarren der Diözese mit zwölf Bussen nach Baumgartenberg und Enns in Oberösterreich auf den Weg machten. "Als Bischof bitte ich jede Pfarre unserer Diözese, diesen schutzsuchenden und schutzbedürftigen Menschen auf der Flucht unsere christliche Nächstenliebe zu erweisen!"
Das Motto der Arbeiterwallfahrt, "Unterwegssein im Glauben", sei das grundlegende Ethos und Zeugnis des Pilgerns sowie des christlichen Lebensweges im allgemeinen, der sich an dreierlei Geleisen zu bewähren habe: jenen der Hilfsbereitschaft, des Miteinanders und der Tiefe.

Hilfsbereitschaft als Signum der Glaubwürdigkeit
Die "Geleise der Hilfsbereitschaft" seien das Kennzeichen jeder echten christlichen Gemeinde und ihrer Glaubwürdigkeit. Diese Hilfsbereitschaft bewähre sich gerade an den Rändern der Gesellschaft, gegenüber "Notleidenden und jenen, die sich schwer tun im Leben, gegenüber Pflegebedürftigen und Suizidgefährdeten, Alkohol- und Drogenabhängigen, Alleinerziehenden und Familien in Bedrängnis, Vereinsamten und Obdachlosen sowie in diesen Tagen besonders gegenüber Asylsuchenden, Flüchtlingen und Verfolgten", so der Bischof.

"Kommunikation des Herzens"
Das zweite Geleis im "Unterwegssein des Glaubens" sei jenes des Miteinanders: Sowohl im kirchlichen als auch im familiären und zwischenmenschlichen Leben brauche es das "Wir-Erlebnis", das nicht durch technische Mittel moderner Kommunikationsformen gestiftet werden könne. Auch die "besten Handys, iPhones, iPads und Computer" könnten die Gefahr einer zunehmenden Isolation, der Vereinsamung und Beziehungsarmut durchbrechen. Ein gelebtes Miteinander brauche vielmehr eine "Kommunikation des Herzens" und eine die Menschen versammelnde und verbindende Mitte wie der Familientisch oder der Altar in der Pfarre.

Spiritualität als Quelle der Weltoffenheit
Zudem bewege sich ein eigentliches "Unterwegssein im Glauben" auf "jenen Geleisen, die in die Tiefe führen", so Diözesanbischof Zsifkovics. Ein bekanntes Wort des großen Theologen Karl Rahner aufgreifend, wonach die Kirche der Zukunft eine mystische sein müssen, wenn sie Bestand haben solle, gehe es dem ursprünglichen Wortsinn von "Mystik" zufolge um ein "Verbundensein mit dem Mysterium, mit dem Geheimnis, mit Gott". Diese Geleise in die Tiefe als Suche einer lebendigen Einheit mit Jesus sei das entscheidende Korrektiv gegen Gefahren einer existenziellen "Leere, Oberflächlichkeit, Banalität oder gar Brutalität". Eine solche "gesunde Spiritualität" sei gerade nicht "das Untertauchen in eine weltfremde Frömmigkeit" und eskapistische Esoterik, sondern die Quelle, die eine wache, engagiert, hilfsbereit und solidarisch handelnde Weltoffenheit speise, so Bischof Zsifkovics auf der Burgenländischen Arbeiterwallfahrt.

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